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Domainlexikon

Das Domainlexikon erklärt zentrale Begriffe aus der Domainwelt kurz und verständlich. Es richtet sich an Einsteiger, Website-Betreiber und alle, die Fachbegriffe rund um Domains schneller einordnen möchten. Ausführlichere Informationen finden Sie bei verlinkten Begriffen auf den jeweiligen Themenseiten.

Admin-C (Administrative Contact)

Historischer Begriff: Bis 2018 war der Admin-C bei .de-Domains die administrative Kontaktperson. Mit der Einführung der DSGVO wurde diese Funktion bei der DENIC abgeschafft. Heute läuft die Kommunikation in der Regel direkt über den Domaininhaber oder den Registrar.

ASCII (American Standard Code for Information Interchange)

Ein internationaler Standard für die Zeichenkodierung. Er definiert 128 Zeichen, darunter Buchstaben, Zahlen und Steuerzeichen, und bildet eine wichtige Grundlage vieler technischer Internetprotokolle.

Auth-Code (Authorization Code / Transfer Code)

Ein individueller Sicherheitscode, der für den Transfer einer Domain zu einem neuen Registrar benötigt wird. Ohne diesen Code ist ein Domaintransfer in vielen Fällen nicht möglich.

Backorder

Ein Vormerk- oder Beobachtungsdienst für Domains, die aktuell nicht frei registrierbar sind, aber möglicherweise später verfügbar werden. Solche Dienste werden genutzt, um bei einer Freigabe schnell reagieren zu können.

Billing-C (Billing Contact)

Historischer oder früher häufiger verwendeter Begriff: Zuständig für Abrechnungsfragen gegenüber Registrar oder Registry. In vielen TLDs heute nicht mehr in klassischer Form vorhanden oder durch zentrale Verwaltungsmodelle ersetzt. 

ccTLD (Country Code Top-Level Domain)

Länderspezifische Domainendungen, die jeweils zwei Buchstaben umfassen, zum Beispiel .de für Deutschland, .fr für Frankreich oder .at für Österreich.

Cybersquatting

Die missbräuchliche Registrierung von Domains, die Marken oder bekannte Namen enthalten, mit der Absicht, daraus später wirtschaftliche Vorteile zu ziehen oder den Berechtigten unter Druck zu setzen.

DENIC

Die zentrale Registrierungsstelle für alle .de-Domains mit Sitz in Frankfurt am Main. Sie verwaltet den technischen Betrieb und die Vergabe der Top-Level-Domain .de. 

Dispute (DENIC-Dispute-Eintrag)

Ein spezielles Verfahren bei der DENIC, mit dem Rechteinhaber einen Domainnamen gegen Übertragung auf Dritte absichern können. Wird die Domain gelöscht, fällt sie nicht frei, sondern geht an den Antragsteller des Dispute-Eintrags.

DNS (Domain Name System)

Ein hierarchisches System, das Domainnamen in IP-Adressen übersetzt. Ohne DNS könnten Websites nicht über Namen, sondern nur über Zahlenfolgen aufgerufen werden.

Domainabfrage

Die technische oder öffentliche Prüfung, ob eine Domain frei oder bereits registriert ist. Je nach Registry oder System können dabei auch zusätzliche Statusinformationen angezeigt werden. 

Domainbewertung

Die Einschätzung, welchen wirtschaftlichen oder praktischen Wert eine Domain haben kann. Dabei spielen unter anderem Kürze, Verständlichkeit, Einprägsamkeit, Nachfrage, Domainendung und Einsatzmöglichkeiten eine Rolle.

Domainendung

Allgemein verständlicher Begriff für die Endung einer Domain, also den Teil rechts vom Punkt. Technisch spricht man meist von der Top-Level-Domain (TLD).

Domain Grabbing

Das massenhafte oder strategische Registrieren von Domains in der Erwartung, sie später gewinnbringend weiterzugeben. Je nach Fall vom zulässigen Domainhandel oder von missbräuchlichen Registrierungen abzugrenzen.

Domaininhaber (Registrant)

Die Person oder Organisation, auf deren Namen eine Domain registriert ist. Der Domaininhaber ist rechtlich und organisatorisch der zentrale Zuordnungspunkt einer Domain.

Domain Parking

Das Zwischenschalten von Werbeseiten oder Platzhaltern auf ungenutzten Domains, bis diese verkauft oder selbst genutzt werden.

Domainportfolio

Die Gesamtheit aller Domains, die ein Inhaber oder Unternehmen besitzt. Für Domainhändler, Investoren und größere Projekte ist das Portfolio oft ein wichtiger Bestandteil der Vermarktung und Verwaltung.

Domain Registrar (Registrar)

Ein akkreditiertes Unternehmen, das Domainregistrierungen für Endkunden durchführt und als Schnittstelle zwischen Kunde und Registry fungiert.

Domain Registration (Domainregistrierung)

Der Prozess der Anmeldung eines Domainnamens bei einer Registry über einen Registrar. Erst mit erfolgreicher Registrierung erlangt der Kunde die Nutzungsrechte.

Domain Renewal (Domainverlängerung)

Die Verlängerung der Laufzeit einer Domain, meist in festen Zeitabständen. Erfolgt keine Verlängerung, kann die Domain nach Ablauf gelöscht werden.

Domain Transfer

Die Übertragung einer Domain von einem Registrar zu einem anderen oder von einem Inhaber auf einen anderen. Erfordert in der Regel einen Auth-Code und die Zustimmung des Domaininhabers.

EURid

Die Registry für .eu-Domains mit Sitz in Brüssel. Zuständig für Verwaltung, Betrieb und Vergabe der europäischen Top-Level-Domain .eu.

First Come, First Served

Das Vergabeprinzip vieler Registries: Die Domain erhält derjenige, der sie zuerst erfolgreich registriert.

Generische Domain

Eine Domain, die aus einem allgemeinen oder beschreibenden Begriff besteht, etwa einem Sachwort oder Branchenbegriff. Solche Domains sind oft begehrt, weil sie leicht verständlich und wirtschaftlich gut nutzbar sein können.

gTLD (Generic Top-Level Domain)

Generische Domainendungen wie .com, .net oder .org. Sie sind im Gegensatz zu länderspezifischen Endungen nicht an ein einzelnes Land gebunden.

Hosting / Webhosting

Dienstleistung eines Providers, der Speicherplatz und technische Infrastruktur für die Veröffentlichung einer Website bereitstellt.

ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers)

Die internationale Organisation, die für die Koordination globaler Domainnamen und IP-Adressen verantwortlich ist. Sie spielt auch eine zentrale Rolle bei der Einführung und Verwaltung neuer Top-Level-Domains.

IDN (Internationalized Domain Name)

Domainnamen mit Sonderzeichen oder Schriftzeichen, die nicht Teil des klassischen ASCII-Zeichensatzes sind, zum Beispiel münchen.de. Solche Domains ermöglichen die Nutzung landessprachlicher Zeichen in Internetadressen.

Kennzeichenrecht

Oberbegriff für rechtliche Schutzrechte an geschäftlichen Bezeichnungen, Marken und Kennzeichen. Im Zusammenhang mit Domains ist es besonders wichtig, wenn Domainnamen mit älteren Rechten Dritter kollidieren könnten.

Keyword

Ein Schlagwort oder Suchbegriff, der in Suchmaschinen verwendet wird, um Inhalte zu finden. Keywords spielen auch bei der Auswahl, Bewertung und Vermarktung von Domains eine Rolle.

Landing Page

Eine speziell gestaltete Website, die Besucher nach dem Klick auf einen Link, eine Anzeige oder eine Domain gezielt empfängt, oft mit einem konkreten Angebot oder Formular.

Landrush Phase

Eine frühe Registrierungsphase neuer Domainendungen, in der Domains noch vor der allgemeinen Freigabe registriert werden können, meist gegen höhere Gebühren.

Markenrecht

Rechtsgebiet zum Schutz eingetragener oder geschäftlich genutzter Marken. Bei Domains kann das Markenrecht relevant werden, wenn ein Domainname ältere Kennzeichenrechte Dritter berührt.

Marktpreis

Der Preis, der für eine bereits registrierte Domain im tatsächlichen Verkauf verlangt oder erzielt wird. Er ist nicht mit der normalen Registrierungsgebühr für freie Domains gleichzusetzen.

Namensrecht

Rechtsgebiet zum Schutz von Namen natürlicher und juristischer Personen. Bei Domains kann das Namensrecht eine Rolle spielen, wenn mehrere Beteiligte ein berechtigtes Interesse an demselben Namen geltend machen.

Nameserver

Server, die dafür zuständig sind, Domainnamen den richtigen technischen Zielsystemen zuzuordnen. Sie sorgen dafür, dass eine Domain auf die passende Website, E-Mail-Konfiguration oder andere Dienste verweist.


neue gTLDS

Neue gTLDs sind neue generische Domainendungen wie zum Beispiel .shop, .online, .app oder .store. Sie erweitern den Domainmarkt und schaffen zusätzliche Möglichkeiten, wenn passende Begriffe unter klassischen Endungen bereits vergeben sind. Wer sich einen kompakten Überblick über Vorteile, Kritik, Premiumdomains und die Rolle neuer Endungen im Domainhandel verschaffen möchte, findet weitere Informationen auf unserer Unterseite „neue gTLDs“.

nic.at

Die österreichische Registry für .at-Domains mit Sitz in Salzburg. Zuständig für Verwaltung, Betrieb und Vergabe der Top-Level-Domain .at.

PageRank

Ein historischer, von Google entwickelter Algorithmus zur Bewertung von Webseiten anhand der Anzahl und Qualität eingehender Links.

Premium-Domain

Eine Domain, die wegen ihrer Qualität, Kürze, Bedeutung oder Nachfrage als besonders wertvoll angesehen wird. Solche Domains werden oft zu höheren Marktpreisen gehandelt als gewöhnliche Domainnamen.

Provider (ISP)

Ein Unternehmen, das Internetzugang und oft zusätzliche Dienste wie Hosting, E-Mail oder Domainregistrierungen anbietet.

Punycode

Ein Verfahren, um Sonderzeichen in Domainnamen in ein ASCII-kompatibles Format umzuwandeln. Wird bei internationalisierten Domainnamen eingesetzt.

Quarantäne (Redemption Grace Period)

Ein Zeitraum nach der Löschung einer Domain, in dem sie zwar deaktiviert ist, aber noch vom ursprünglichen Inhaber zurückgeholt werden kann. Nach Ablauf wird sie wieder frei zur Registrierung.

Registrierungsgebühr

Die Gebühr, die für die Anmeldung oder Verlängerung einer freien Domain bei einem Registrar anfällt. Sie hängt unter anderem von der Domainendung und vom jeweiligen Anbieter ab.

Sunrise Period

Die exklusive Registrierungsphase neuer Top-Level-Domains, in der Markeninhaber Vorrang haben, ihre Domains zu sichern.

Tech-C (Technical Contact)

Kontaktperson für technische Aspekte einer Domain, zum Beispiel für DNS- oder Nameserver-Verwaltung. Je nach Registry und Domainendung wird diese Rolle heute unterschiedlich gehandhabt.

TMCH (Trademark Clearinghouse)

Eine zentrale Datenbank für Markenrechte, die ICANN im Rahmen neuer gTLDs eingeführt hat. Sie dient dem Schutz von Marken bei Domainregistrierungen.

Top-Level-Domain (TLD)

Die Domainendung einer Internetadresse, also der Teil rechts vom Punkt. Beispiele sind .de, .com, .eu oder .org. Die TLD kann länderbezogen, allgemein oder thematisch ausgerichtet sein.

Type-In Traffic

Direkte Besucherzugriffe auf eine Domain durch die Eingabe des Namens in die Browser-Adresszeile. Besonders wertvoll kann dieser Traffic bei kurzen, einprägsamen oder sehr bekannten Domains sein.

UDRP (Uniform Domain-Name Dispute-Resolution Policy)

Ein von ICANN entwickeltes Schiedsverfahren, mit dem Markeninhaber gegen missbräuchliche Domainregistrierungen vorgehen können.

Unicode

Ein weltweiter Standard zur Darstellung von Schriftzeichen, der nahezu alle Sprachen abdeckt und auch Grundlage für internationalisierte Domainnamen ist.

URL (Uniform Resource Locator)

Die vollständige Internetadresse einer Ressource, bestehend aus Protokoll wie http oder https, Domain und gegebenenfalls weiteren Pfadangaben.

WIPO (World Intellectual Property Organization)

Eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Genf. Sie ist unter anderem für internationale Verfahren zur Streitbeilegung bei Domainkonflikten bekannt.

WHOIS

Ein öffentliches Abfragesystem für Domainregistrierungen. Seit der DSGVO sind viele Daten, etwa zu Domaininhabern, nur noch eingeschränkt sichtbar. 

Zone-C (Zone Contact)

Historischer Begriff für eine Kontaktperson, die für technische Zonendateien einer Domain zuständig war. Heute meist nicht mehr gebräuchlich oder durch andere technische Zuständigkeiten ersetzt.